Gesellschaft und Demokratie

Gesellschaft und Demokratie

Ein Jahr für Demokratie!

Katrin Ascher – Aus einem gemeinsamen Impuls der Evangelischen Jugend Bayern (EJB) und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Bayern bei der Ökumenischen Jugendkonferenz 2025 entstand die Kampagne „Ein JA(hr) für Demokratie“. Ursprünglich mit Blick auf die Kommunalwahl 2026 gestartet, lädt sie junge Menschen auch weiterhin dazu ein, Demokratie im Alltag und in ihren Jugendverbänden aktiv zu leben, mitzugestalten und zu verteidigen.

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Goldstatus für´s Ehrenamt

Millionen von Menschen engagieren sich in Bayern ehrenamtlich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie unterstützen Menschen in Not, setzen sich für Umwelt- und Klimaschutz ein, gestalten Jugendarbeit, stärken das Leben im ländlichen Raum und übernehmen Verantwortung in ihren Gemeinden. Ohne dieses Engagement wäre das soziale, kulturelle und demokratische Leben in unserem Land deutlich ärmer.

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„Stadt.Land.Wie? Jugend bewegt.“

Marlene Tuschl – Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern startete das Projekt „Stadt.Land.Wie? Jugend bewegt.“ im Januar 2025 mit dem Hintergrund der vorhergegangenen Studie der KLJB Bayern „Stadt.Land.Wo? Was die Jugend treibt.“ Diese hatte die Beweggründe junger Menschen untersucht, aus ländlichen Regionen in Bayern wegzugehen, dort zu bleiben oder zurückzukommen. Das Ergebnis: Viele junge Menschen leben sehr gerne auf dem Land. Die sozialen Netzwerke und das Zugehörigkeitsgefühl spielen dabei eine wesentliche Rolle. Sie drücken aber auch klar aus, woran es mangelt. Zum Beispiel bei den Themen Mobilität, Vielfalt auf dem Land und Jugendbeteiligung.

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Nicht harmlos, aber legal – Suchtprävention und bewusster Substanzkonsum

Erklärtes Ziel der katholischen Jugendarbeit ist es, Menschen bei der Aufgabe zu unterstützen, ein eigenes soziales Selbst zu entwickeln. Mit diesem Antrag legt der BDKJ Bayern einen besonderen Fokus auf die Suchtprävention im Zusammenhang mit Substanzkonsum. Er konkretisiert dabei das Ziel, die Entwicklung von jungen Menschen zu fördern, zu begleiten und zu unterstützen.

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Awarenesskonzept des BDKJ Bayern

Der BDKJ Bayern setzt sich für eine Kultur des respektvollen und diskriminierungssensiblen Miteinanders ein. Dieses Awarenesskonzept dient dazu, einen verbindlichen Rahmen für den Umgang mit Grenzverletzungen und Diskriminierung zu schaffen – sowohl präventiv als auch im konkreten Umgang mit Vorfällen. Es bündelt bestehende und neue Elemente der bisherigen Awarenessarbeit des BDKJ Bayern. Das vorliegende Konzept führt den bereits vorhandenen Verhaltenskodex und die Handlungsempfehlung für queersensible Veranstaltungen zusammen und ergänzt diese durch einen Leitfaden für die Arbeit von Awarenessteams. Damit entsteht eine praxisorientierte Grundlage, die Orientierung bietet, Rollen klärt und Prozesse transparent macht. Alle Beteiligten – von der Veranstaltungsleitung, über Organmitglieder bis hin zum Awarenessteam – wissen, was in herausfordernden Situationen zu tun ist, wer die Verantwortung hat, und welche Prinzipien gelten.

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Jenseits der Schlagzeilen: Ein Ruf nach struktureller Gerechtigkeit

Joana Kulgemeyer: Wahlkämpfe setzen oft auf einfache Botschaften, verkürzte Problemstellungen und Schlagzeilen, die kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, doch viele grundlegende Fragen bleiben unbeachtet. Dabei geht es gerade jungen Menschen oft nicht nur um einzelne Themen, sondern um das große Ganze: um die Mechanismen, die unsere Gesellschaft prägen, um Normen, die oft unhinterfragt bleiben, um Machtverhältnisse, die bestimmte Gruppen privilegieren, während andere systematisch benachteiligt werden.

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Gerade für junge Menschen zentral: Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit

Prof. Dr. Christoph Butterwegge – Seit etwa drei Jahrzehnten nimmt die Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu. Inzwischen wachsen rund drei Millionen junge Menschen in Familien auf, die nach EU-Kriterien einkommensarm oder zumindest armutsgefährdet sind. Trotzdem ist bisher keine Bundesregierung konsequent gegen diesen familien- und sozialpolitischen Langzeitskandal vorgegangen.

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