Auf dem Landesausschuss I konnte ein Beschluss zum Thema Suchtprävention und Bewusstsein über legale Drogen verabschiedet werden.
München, 24.02.2026 – „Nicht harmlos, aber legal“: so lautet der Titel des Beschlusses, den der BDKJ Bayern am 07.02. in Dachau verabschieden konnte. Von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) initiiert, befasste sich der Landesausschuss mit den Themen Suchtprävention und bewusster Substanzkonsum. „Suchtprävention in unsere Verbandsstruktur hinein, aber auch als Forderung an die Politik“, fasst Landespräses Markus Sturm zusammen. „Dafür haben wir heute ein Mandat bekommen, das auch klare inhaltliche Kriterien für sensiblen Umgang mit Drogen wie Alkohol oder Tabak nennt“.
Legale Drogen als besondere Herausforderung der Jugendarbeit
Dass es keinen gesunden Konsum von z.B. Alkohol oder Zigaretten gibt, ist mittlerweile eine medizinische Binse. Wie der Beschluss erläutert, sind Jugendliche allerdings in besonderem Maße von den körperlich, aber auch den geistig schädigenden Folgen von legalen Drogen betroffen. Jugendarbeit kommt daher eine besondere Verantwortung zu, wenn es darum geht, einen Verantwortungsvollen Umgang mit diesen zu vermitteln. Zugleich steht der BDKJ Bayern als Interessenvertretung von Jugendlichen in der Verantwortung, für eine Gesellschaft zu werben, in der niemand zum Glas Bier oder zur Zigarette gedrängt wird.
Maßnahmen und Forderungen
Der BDKJ Bayern verpflichtet sich mit dem Beschluss, künftig noch stärker als bisher auf attraktive alkoholfreie Getränkealternativen zu achten. Außerdem soll davon abgesehen werden, Personen zum Konsum von legalen Drogen zu überreden. Von der Politik soll gefordert werden, Investitionen in Präventionsprogramme und in Suchtprogramme auszuweiten, sowie die Bewerbung von legalen Drogen einheitlich zu verbieten. Darüber hinaus werden neutrale Verpackungen und deutlich erkennbare Warnhinweise über die gesundheitlichen Risiken gefordert.
Bewusstsein schaffen ist nicht verbieten
Der Beschluss schafft einen Rahmen, innerhalb dessen es dem BDKJ Bayern möglich wird, legale Drogen als erlaubte, aber darum nicht unproblematische Mittel zu thematisieren. „Es geht uns hier nicht darum, Alkohol und Zigaretten zu verbieten“, betont Markus Sturm. „Aber wir lügen uns selbst in die Tasche, wenn wir nicht die großen Gefahren anerkennen, die auch die Drogen bergen, die in Deutschland zwar legal, aber eben nur vermeintlich ungefährlich sind“.
Redaktion: Michael Goldhammer
V.i.S.d.P.: Florian Hörlein
Der BDKJ Bayern ist Dachverband katholischer Jugendverbandsarbeit in Bayern. Erreicht wurden mit den offenen und gruppenbezogenen Angeboten sowie mit Veranstaltungen 624.532 Teilnehmer*innen. Alle Zahlen der Leistungsstatistik: http://www.bdkj-bayern.de/landesstelle/leistungsstatistik/